Neue Kriege beenden das US-Imperium

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Oberst Lawrence Wilkerson vertritt die Auffassung, dass die gegenwärtige US-Administration tiefe Inkompetenz mit einem beispiellosen Verlangen nach Stellvertretergewalt verbindet, was kohärente Politik und strategische Disziplin untergräbt. Er argumentiert, Trumps Rhetorik gegen „dumme Kriege“ überdeckt eine Kontinuität von Interventionen — durch den Einsatz von Stellvertretern in der Ukraine, im Levanten und in Lateinamerika — die von mächtigen wirtschaftlichen und ideologischen Akteuren angetrieben werden und nicht von nüchterner Staatskunst. Wilkerson konstatiert einen Zusammenbruch der Koordinierung und Entscheidungsfindung im Nationalen Sicherheitsrat, was zu chaotischen, ad-hoc Maßnahmen führt, die das Risiko bergen, in einen katastrophalen Krieg mit Iran zu eskalieren, möglicherweise ausgelöst durch israelische Initiativen. Er ordnet diese Dynamiken in einen breiteren historischen Wandel ein: eine Rückverlagerung globaler Macht nach Osten (China, Russland, Indien), die westliche Eliten verzweifelt durch militarisierte Maßnahmen aufzuhalten versuchen. Eine solche Vermischung privater Interessen, strategischen Übermuts und institutionellen Versagens, warnt er, könnte das Ende

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## Einführung Die Diskussion mit Colonel Lawrence Wilkerson wirft ein scharfes Licht auf einen grundlegenden Wandel in der US-Außenpolitik: nicht nur ein Wechsel in Rhetorik und Personal, sondern eine Verschiebung in der Art, wie Entscheidungen getroffen — oder eben nicht getroffen — werden. Im Zentrum steht die These, dass die derzeitige Administration nicht nur chaotisch ist, sondern dass aus diesem Chaos neue Kriegsformen und damit die Möglichkeit eines rapiden Niedergangs der amerikanischen Machtordnung entstehen. Die Gesprächspartner kommen überein, dass wir es mit einem Systemversagen zu tun haben, das strategische Koordination durch improvisierte, manchmal widersprüchliche Impulse ersetzt — ein Zustand, der geopolitische Risiken potenziert, Allianzen erschüttert und regionale Eskalationen wahrscheinlicher macht. ## Der chaotische Umgang der Trump-Regierung mit Kriegen Die Analyse zeichnet ein klares Bild: Die gegenwärtige Regierung manifestiert eine tiefe organisatorische Disfunktion. Entscheidungen scheinen weniger auf kohärenter Strategie als auf impulsiven Eingebungen einzelner Akteure zu beruhen — ein Morgenbefehl hier, ein Tweet dort — statt auf einem stabilen, instruktionsübergreifenden Plan. Wilkerson beschreibt eine Verwaltung, in der der Nationale Sicherheitsrat nicht als steuernde, koordinierende Instanz fungiert, sondern als Fragmentierungspunkt, an dem wechselnde Akteure kurzfristige Agenden durchsetzen. Ergebnis: keine nachhaltige Politik, keine konsistente Strategie, nur episodische militärische Aktionen und Unterstützungsleistungen an Stellvertreter. Diese Form der Desorganisation hat reale Konsequenzen. Ohne definierte politische Leitlinien kann das Militär zu einem eigenständigen Akteur werden, während diplomatische Kanäle vernachlässigt werden. Darüber hinaus wird die Instrumentalisierung von Stellvertretern zur bevorzugten Kriegsführung — Ukraine, Gaza, mögliche Konfrontationen im Nahen Osten — sichtbar. Wilkerson betont, dass Trumps Rhetorik gegen „dumme Kriege“ im Widerspruch steht zu einer Administration, die Gewalt und Tötungen nicht nur toleriert, sondern in vielen Fällen zu genießen scheint. Es ist ein Paradox: Der Präsident, der Krieg verspricht zu vermeiden, prägt zugleich eine Politik, die auf minimal sichtbare, aber tiefreichende Interventionen setzt — und dabei internationale Rechtsnormen mit Füßen tritt. Die historisch informierte Einordnung macht deutlich, wie ungewöhnlich diese Phase ist. Im Vergleich zu Zeiten, in denen Nationaler Sicherheitsrat, Außenministerium und Pentagon klar geregelte Rollen einnahmen, markiert die Gegenwart einen Bruch. Die Folgen sind nicht nur bürokratischer Natur: Sie sind geopolitisch. Ohne kohärente Führung erhöht sich die Wahrscheinlichkeit von Fehlkalkulationen, unbeabsichtigter Eskalation und strategischer Blindheit — genau jene Bedingungen, unter denen neue, destruktivere Kriege entstehen können. ## Trump, Europa und Russophobie 00: 20:34 Die Zukunft der US-Außenpolitik nach dem Imperium Die Diskussion über Europa offenbart eine zusätzliche Spannungslinie: Die transatlantische Ordnung scheint sich aufzulösen, sowohl durch interne politische Krisen in Europa als auch durch die veränderte Haltung Washingtons. Wilkerson diagnostiziert eine Kombination aus Vasallisierungstendenzen und irrationaler Russenfurcht in führenden europäischen Politikerkreisen. Diese Gemengelage führt dazu, dass Europa Risiken eingeht, die seine eigene Stabilität bedrohen könnten, während die USA gleichzeitig ihre Rolle als verlässlicher Bündnispartner nicht mehr in der gewohnten Weise ausfüllen. Ein weiterer zentraler Punkt ist die industrielle Erschöpfung der US-Rüstungsproduktion. Jahrzehntelange Überdehnung durch Auslandseinsätze und umfangreiche Lieferungen an Verbündete haben Reserven aufgebraucht. Ein ernsthafter, großflächiger Konflikt würde die Vereinigten Staaten vor die harte Frage stellen, ob sie kurzfristig die materielle Basis besitzen, um ihre globale Führungsrolle zu verteidigen. Wilkerson warnt, dass die USA im Falle eines großangelegten Krieges nicht mehr die kurzfristige Produktionsfähigkeit hätten, um einen gleichwertigen Ersatz zu schaffen — ein realistisches Szenario, das das strategische Gleichgewicht zugunsten Russlands oder Chinas verschieben könnte. Vor diesem Hintergrund erscheint das Imperium nicht bloß als geopolitische Konstruktion, sondern als anfälliges System, dessen Kernkomponenten — industrielle Basis, diplomatische Führungsfähigkeit, strategische Kohärenz — beschädigt sind. Die Epoche, in der amerikanische Macht ohne nachhaltige Gegenkraft dominieren konnte, nähert sich ihrem Ende; die Machtverschiebung „nach Osten“ wird nicht als ferne Möglichkeit, sondern als bereits laufender Prozess dargestellt. ## Israels Angriffe & regionale Neuordnung Der Gesprächsverlauf beleuchtet zudem die Dynamiken im Nahen Osten, in denen israelische Operationen eine zentrale Rolle spielen. Wilkerson legt nahe, dass die militärischen Aktionen Israels gegen regionale Akteure wie den Iran nicht isoliert betrachtet werden dürfen: Sie sind Teil einer Neuordnung, die die USA tief involviert und die Gefahr birgt, Washington in direkte Konflikte hineinzuziehen. Besonders brisant ist die Sorge, dass Israel die USA in einen großflächigen Krieg mit dem Iran treiben könnte — ein Szenario, das sowohl regional als auch global destabilisierend wäre. Die Einschätzung, dass Israel in der Lage gewesen sei, in kurzen, intensiven Gefechten erhebliche Erfolge zu erzielen, wird mit Bedauern und Warnung kombiniert: Diese taktischen Erfolge können strategisch katastrophal werden, wenn sie unkoordiniert mit US-Interessen verknüpft werden. Wilkerson sieht die Möglichkeit, dass israelische Entscheidungen — motiviert durch nationale Sicherheitserwägungen und innenpolitische Zwänge — die USA in einen längerfristigen, ressourcenintensiven Konflikt ziehen, für den die amerikanische Rüstungs- und Mobilisierungsfähigkeit nicht mehr ausreicht. Eine solche Verwicklung wäre nicht nur militärisch belastend, sondern würde auch politische und wirtschaftliche Rückkopplungseffekte haben, die das Vertrauen interner und externer Bündnispartner weiter unterminieren. Zudem betont die Diskussion die Rolle externer Geheimdienste und verdeckter Akteure bei der Schaffung von Eskalationsdynamiken. Die Komplexität des Nahen Ostens, in der regionale Akteure, Geheimdienste und Großmächte simultan operieren, erhöht das Risiko von Fehleinschätzungen. Die Einbindung von Stellvertretern, die parallelen Operationen fremder Dienste und die mangelnde Koordination auf amerikanischer Seite bedeuten, dass lokale Konflikte schneller internationalisiert werden können, ohne dass eine übergeordnete strategische Kontrolle gewährleistet ist. ## Fazit Die Gespräche mit Colonel Lawrence Wilkerson zeichnen ein düsteres, aber klares Bild: Die gegenwärtige Kombination aus politischer Desorganisation, der Neigung zu Stellvertreterkriegen und einer geschwächten industriellen Basis schafft ein Umfeld, in dem neue, möglicherweise existenzielle Konflikte wahrscheinlicher werden. Dieser Zustand bedroht nicht nur die Fähigkeit der USA, als ordnende Macht aufzutreten; er beschleunigt zugleich die Verschiebung des globalen Machtzentrums. Europa könnte dabei als Kollateralschaden dieser Transformation leiden, während regionale Akteure wie Israel und der Iran Konflikte auf eine Weise eskalieren, die Washington schwer kontrollieren kann. Die wichtigsten Lehren sind pragmatisch und alarmierend zugleich: Stabilität erfordert kohärente Politik, institutionelle Koordination und eine realistische Einschätzung materieller Kapazitäten. Ohne diese Voraussetzungen droht das, was einst als amerikanisches Imperialmodell funktionierte, in Fragmentierung und Ohnmacht zu zerfallen. Die Diskussion macht deutlich, dass es nicht ausreicht, bloß Krieg oder Frieden zu propagieren — es braucht strukturierte Entscheidungsprozesse, ernsthafte diplomatische Initiative und die Bere

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Neue Kriege beenden das US-Imperium Donald Trump trat mit dem Versprechen an, „dumme Kriege“ zu beenden, doch seine Regierung gilt heute als die chaotischste und kriegsanfälligste der modernen Geschichte. Führt diese Inkompetenz das amerikanische Imperium an den Abgrund, und ist ein katastrophaler Konflikt mit dem Iran die unvermeidliche Folge? Um darüber und mehr zu sprechen, spreche ich heute erneut mit Colonel Lawrence Wilkerson, einem pensionierten US-Armeeoffizier, ehemaligen Stabschef des Außenministers und Mitglied der Aktivistengruppe „Veteran Intelligence Professionals for Sanity“. Wir beleuchten seine schonungslose Einschätzung der „unglaublichen Inkompetenz“ und des Mangels an koordinierter Politik im Weißen Haus und warum Trump, trotz seiner Rhetorik, „es genießt, Menschen durch Stellvertreter töten zu lassen“. Col. Wilkerson analysiert außerdem den historischen Niedergang des amerikanischen Imperiums, die unaufhaltsame Machtverschiebung zurück nach Osten und wie Israel die USA noch vor Thanksgiving in einen katastrophalen, jahrzehntelangen Krieg mit dem Iran ziehen könnte. Links: Eisenhower Media Network: https://eisenhowermedianetwork. org/ Neutrality Studies Substack: https://pascallottaz.substack.com Goods Store: https://neutralitystudies-shop.fourthwall.com Kapitelmarken: 00:00:00 Einführung 00:00:58 Militär vs. Außenministerium beim Thema Krieg 00:02:35 Der chaotische Umgang der Trump-Regierung mit Kriegen 00:13:57 Worum ging es beim Alaska-Gipfel? 00:15:34 Trump, Europa und Russophobie 00: 20:34 Die Zukunft der US-Außenpolitik nach dem Imperium 00:27:30 Warum provozieren die USA Venezuela & Iran? 00:32:13 Israels Angriffe & regionale Neuordnung 00:34:15 Wird Netanjahu die USA in einen Krieg mit dem Iran ziehen? 00:38:01 Fazit #M2 Hallo zusammen. Hier ist Pascal von Neutrality Studies, und heute spreche ich wieder mit Colonel Lawrence Wilkerson, einem pensionierten Offizier der US-Armee, ehemaligem Stabschef des Außenministers und Mitglied der Aktivistengruppe Veteran Intelligence Professionals for Sanity. Colonel Wilkerson, willkommen zurück. #M3 Schön, hier zu sein. Ich bin mittlerweile eher Mitglied des Eisenhower Media Network als irgendetwas anderes, aber ich wollte das einfach mal als Werbung für das EMN erwähnen. #M2 Das ist sehr gut. Aber was ist eigentlich das Eisenhower Media Network? Was machen die? #M3 -- 1 of 14 -- Es handelt sich um eine Gruppe pensionierter Militärs und anderer Personen. Ben Cohen, bekannt von Ben & Jerry’s – dem Eiscreme-Unternehmen – ist der Hauptunterstützer. Unsere Mission ist ähnlich wie die von Quincy: Wir mögen keine dummen Kriege. #M2 Nun, das ist eine sehr gute Sache. Und wissen Sie, manchmal denken die Leute, dass man, wenn man in den US-Streitkräften gedient hat, eher dazu neigt, das Militär einzusetzen. Aber tatsächlich ist doch das Gegenteil der Fall, oder? #M3 Ja, das ist so. Und tatsächlich ist es in meinen 40 Jahren Erfahrung im und außerhalb des Pentagons, des Außenministeriums und anderswo so gewesen, dass diejenigen, die am wenigsten Krieg wollen, die Soldaten, Matrosen, Flieger, Marines und Küstenwächter sind, während diejenigen, die ihn am meisten wollen, die Leute aus dem Außenministerium sind. #M2 Das ist sehr verständlich, denn die Menschen beim Militär müssen dann ihr Leben aufs Spiel setzen. Aber auch, wenn es um Russland und die Ukraine und die gesamte Einschätzung dessen geht, was möglich ist und was nicht, scheint es mir, dass die Zurückhaltung meistens vom Pentagon ausgeht. Teilen Sie diesen Eindruck? #M3 Ähm, meiner Erfahrung nach ja, Zurückhaltung nahm im Pentagon zu – sonst nirgends in der Regierung. Powell zum Beispiel hatte, als er Vorsitzender der Joint Chiefs of Staff war, nur ein einziges Blatt Papier unter dem Glas auf seinem sehr großen Schreibtisch. Und auf dem Papier standen die Worte von Thukydides, aus dem Griechischen übersetzt. Es hieß: „Der Aspekt der Macht, den die Menschen am meisten bewundern, ist Zurückhaltung.“ #M2 Macht zu haben und sie nicht zu nutzen – das ist wahre Macht. Wie interpretieren Sie den Ansatz der Trump-Regierung im Hinblick auf den Krieg in der Ukraine und den größeren strukturellen Konflikt mit Russland? Was glauben Sie, was die derzeitige Regierung tatsächlich vorhat? #M3 Nun, lassen Sie mich zunächst einen allgemeinen Punkt ansprechen, der sich aus Ihrer ersten Frage ergibt. Diese Regierung und dieses Pentagon unterscheiden sich inzwischen sehr, sehr stark von -- 2 of 14 -- dem, was ich gerade gesagt habe. Sie entwickeln sich zu einem Pentagon, zu einer Regierung, die Krieg mag, die es mag, Menschen zu töten, die es mag, Menschen auf hoher See zu töten, und das in völliger Verletzung des Völkerrechts, zum Beispiel. Diese Regierung ist in Bezug auf das Übliche, wenn Sie so wollen, und auf die normale Einstellung der Menschen zum Einsatz von Gewalt völlig aus dem Ruder gelaufen. Trump ist ein Lügner. Er ist ein ausgesprochener Lügner. Er hat seiner gesamten MAGA-Gruppe erzählt, dass er gegen Krieg sei, dass er Krieg nicht möge, und dennoch genießt er es, Menschen zu töten. Und er genießt es besonders, Menschen durch Stellvertreter töten zu lassen. Wir müssen nur auf die Ukraine und auf Gaza schauen, um das in aller Deutlichkeit zu sehen. Das ist also eine ganz andere Regierung. Ich habe unter sechs Präsidenten gedient. Ich habe jeden Präsidenten seit 1950 gekannt, wirklich, und ich habe noch nie so etwas erlebt. Das ist mein allgemeiner Kommentar. Nichts war damit vergleichbar – weder Nixon, noch Johnson, noch JFK, und schon gar nicht Eisenhower. Kein Präsident war je so inkompetent und so darauf aus, Menschen zu töten, sowohl im Inland als auch im Ausland, wie dieser Präsident und diese Regierung. #M2 Wie erklären Sie sich das? Denn in der ersten Trump-Regierung hat er eines nicht getan: einen neuen Krieg begonnen. Tatsächlich gab es 2019 diesen Moment – die Probleme mit den Tankern in der Straße von Hormus –, als die Lage im Sommer 2019 wirklich eskalierte und eine US-Drohne abgeschossen wurde. Offenbar gab es bereits Überlegungen, die Iraner direkt anzugreifen, aber die Regierung hat das nicht getan. Aber er hat natürlich Soleimani getötet, im darauffolgenden Winter. Aber keinen großen Krieg begonnen. Und jetzt scheint die zweite Regierung, wie Sie sagten, einen völlig anderen Kurs einzuschlagen – mit Venezuela, dem Beschuss von Schiffen und der Behauptung: „Sie haben geschmuggelt, deshalb dürfen wir sie töten“, was absolut nicht stimmt. So funktioniert das Völkerrecht einfach nicht. Und natürlich all die Enthauptungsschläge, auf die Herr Trump sehr stolz ist und sagt: „Ja, wir waren daran beteiligt. Wir haben den Israelis geholfen, viele Menschen zu töten, während wir so taten, als würden wir verhandeln.“ Warum dieser Wandel? #M3 In seiner ersten Amtszeit war Trump keineswegs ein Nicht-Krieger. Trump hat die Bedingungen geschaffen, und Biden hat diese Bedingungen fortgeführt, für den Krieg in der Ukraine. Das ist also kein Präsident, der Krieg nicht mag. Das ist ein Präsident, der anders an die Sache herangeht als die meisten Präsidenten, wenn er es tut. Und was diese andere Herangehensweise am deutlichsten ausmacht, sind Stellvertreter. Er benutzt Stellvertreter. Er benutzt die Ukraine. Er benutzt Georgien, oder versucht es zumindest. Er benutzt Armenien und Aserbaidschan, oder versucht es zumindest. Er hat versucht, Rumänien zu benutzen. Er benutzt andere Länder in der NATO, um Dinge zu tun, die im Moment nicht getan werden sollten – nicht, wenn man keinen globalen Krieg will. Und weiß er davon? Ich gebe als Erster zu, dass es vielleicht Mossad, MI6, die CIA sind, die vieles davon machen. Vielleicht ist es Hegseth. Vielleicht sind es andere in der Administration. -- 3 of 14 -- Tatsächlich könnten es sogar andere Leute in der NATO sein, die das tun. Und vielleicht ist Trump so inkompetent, dass er gar nicht weiß, was vor sich geht, weil er keine Briefings des Nationalen Sicherheitsrats entgegennimmt. Er hat keinen nationalen Sicherheitsberater, der laut Stellenbeschreibung den gesamten Behördenapparat – insbesondere Verteidigung und Außenministerium – überblickt und die Politik dafür koordiniert. Er hat keinen. Rubio ist zu sehr damit beschäftigt, Leute in Lateinamerika anzugreifen oder zu versuchen, Leute in Lateinamerika anzugreifen. Er ist nicht einmal ein guter Außenminister, und er ist kein nationaler Sicherheitsberater. Wer koordiniert also die Politik in der Trump-Regierung? Am Montag ist es der Stabschef. Am Dienstag ist es Stephen Miller. Am Mittwoch ist es Hegseth. Am Donnerstag ist es Rubio. Suchen Sie es sich aus. Der Finanzminister mischt sich ab und zu auch ein. Der Direktor des FBI meldet sich hin und wieder zu Wort. Es gibt keine koordinierte Politik, die aus der Trump-Regierung hervorgeht. Es gibt lediglich Unterstützung für Kriege, die er in seiner ersten Amtszeit mitinitiiert hat. Biden hat diese Kriege erheblich ausgeweitet, und die bekanntesten davon sind natürlich die Kriege im Nahen Osten, und wir bereiten uns darauf vor, das sehr bald auf den Iran auszuweiten. Ich sage voraus, dass das noch vor Thanksgiving passieren wird, und vielleicht sogar noch weiter, wenn Netanyahu wirklich auf Konfrontationskurs geht. Wer mir also erzählen will, dass Trump keine Kriege mag, keine Kriege beginnt, sich nicht an Kriegen beteiligt oder keine Freude an Kriegen hat, muss mir erklären, wovon er spricht, denn das lässt sich einfach nicht belegen. Und wie gesagt, es gibt in dieser Regierung keine koordinierte Politik. Null. Es kommt einfach aus Trumps Mund, wenn er twittert oder was auch immer er tut. Aber die grundlegenden Dinge, die passieren, geschehen unter ihm, und sie geschehen durch verschiedene Leute, die tun, was sie können, während er keine Ahnung hat, was sie tun. Oder er inszeniert das Ganze ganz allein. Und es ist wirklich ziemlich abscheulich, was er tut, sowohl innenpolitisch als auch international. Aber das glaube ich keine Sekunde. Dieser Mann ist unfähig, eigenständig Maßnahmen zu koordinieren. Was also passiert, ist, dass wir Chaos haben. Wir haben Chaos von einem Ende der Regierung bis zum anderen. #M2 Ich meine, das Weiße Haus muss ein chaotischer Ort sein, selbst unter einem gut organisierten Präsidenten und einer gut organisierten Regierung, einfach weil dort so viele Dinge gleichzeitig passieren. #M3 Nein, das stimmt nicht. Ich habe unter George H.W. Bush gedient, mit Brent Scowcroft als seinem Nationalen Sicherheitsberater, Colin Powell als Vorsitzendem, Dick Cheney als Verteidigungsminister und Jim Baker als Außenminister. Es war der reibungsloseste Entscheidungsprozess, den ich je erlebt habe. Ich habe das 16 Jahre lang an drei Universitäten gelehrt. Es war der reibungsloseste -- 4 of 14 -- Entscheidungsprozess, den ich je gesehen habe. Und dann kam Bill Clinton, und ich habe diesem Präsidenten im ersten Jahr seiner Amtszeit gedient. Es war totales Chaos – totales Chaos. Nun, Clinton hat sich im zweiten Mandat gefangen, aber es macht einen riesigen Unterschied, wer in der sogenannten Gruppe der Sechs, Gruppe der Sieben, Gruppe der Acht ist – die Leute, die tatsächlich das tun, was das Nationale Sicherheitsgesetz von 1947-48 vorsieht. Das heißt, sie führen den Nationalen Sicherheitsrat anstelle einer Kabinettsregierung. Immer wenn sie etwas tun, das strategisch, sicherheits- oder außenpolitisch ausgerichtet ist, übernimmt entsprechend das Außenministerium oder das Pentagon die Führung, je nachdem, welches in der jeweiligen Situation das größere Gewicht hat, sozusagen. Und der Nationale Sicherheitsberater koordiniert das Ganze. Nun, ich habe die beste Regierung gesehen, die wir seit dem Zweiten Weltkrieg hatten, abgesehen von Eisenhower. Und Eisenhower hat diesen Prozess begonnen und geprägt, weil das Gesetz damals noch so neu war. Aber er war derjenige, der den Prozess ins Leben gerufen und zu dem gemacht hat, was er heute ist. H.W. Bush war die Wiedergeburt von Eisenhower. Man konnte die Erfahrung dieses Man