🚨 Drohnen-Eskalation: Russland wird die NATO angreifen | Stas Krapivnik

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Stas Krapivnik argumentiert, dass die Eskalation von Drohnenangriffen auf russisches Gebiet den Ukraine-Konflikt von einem Stellvertreterkrieg in einen Konflikt mit direkten strategischen und gesellschaftlichen Folgen für Russland und Europa verwandelt hat. Er behauptet, westliche Staaten und Geheimdienste ermöglichten eine Kampagne gezielten Terrorismus’ — Angriffe auf Wohngebäude, Verkehr, kulturelle Stätten und kritische Infrastruktur — mit dem Ziel, die russische Gesellschaft zu zermürben und eine Überreaktion zu provozieren. Moskau stehe, so sagt er, vor einer binären Wahl zwischen konventioneller Eskalation gegenüber europäischen/NATO-Zielen oder dem Risiko eines Einsatzes nuklearer Optionen, wobei ein konventioneller Sieg innenpolitisch die bevorzugte Perspektive sei. Krapivnik verweist auf Hinweise auf europäische Produktion und Erleichterung von Angriffsdrohnen, verdeckte Operationen, die zeitweise NATO-Staaten (Rumänien, Türkei, Griechenland) gefährdet hätten, sowie auf eine westliche politische Kultur, die er als von realistischen Risikoberechnungen losgelöst beurteilt. Das Interview ordnet diese Dynamiken in breitere Debatten über Normen ein — das gezielte Töten von Füh

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Der anhaltende Einsatz von Drohnen gegen russische Städte markiert einen Wendepunkt: Was lange als Stellvertreterkrieg zwischen Russland und dem Westen wahrgenommen wurde, beginnt sich in ein direktes, räumlich erweitertes Konfliktmodell zu verwandeln. Die Diskussion mit Stas Krapivnik unterstreicht, wie technologische Niedrigkostenwaffen die politische Logik verändern, die öffentliche Stimmung in Russland radikalisiert und das Risiko einer direkten Konfrontation mit NATO-Staaten real konkret werden lässt. Drohnenangriffe sind nicht nur militärische Akte; sie sind Symbole und Katalysatoren – und sie zwingen Entscheidungsträger dazu, Grundfragen von Abschreckung, Verantwortlichkeit und Eskalationskontrolle neu zu denken. ## Russlands Stimmung nach den Angriffen auf Moskau Aus dem Gespräch geht deutlich hervor: Die Stimmung in Russland ist nicht nur besorgt, sie ist wütend und zunehmend kompromisslos. Der Eindruck, dass Angriffe auf das eigene Territorium immer häufiger und wirkungsvoller werden, führt zu einem tiefen Vertrauensverlust gegenüber dem außenpolitischen Umfeld. Die Bevölkerung sieht in den Attacken eine gezielte Terrorstrategie gegen russische Zivilisten; dies erhöht den Druck auf die Führung, eine härtere Antwort zu liefern. Stas Krapivnik schildert, wie alltägliche Erfahrungen – verzögerte Flüge, Luftalarm, zerstörte Wohnhäuser – die kollektive Wahrnehmung vom Krieg verändern: aus einem entfernten Ereignis wird eine unmittelbare Bedrohung. Solche Verschiebungen können politische Entscheidungen beschleunigen und das strategische Kalkül radikal verschieben. ## Drohnenkrieg und die Gefahr der Eskalation Der Kern der Analyse ist simpel und schockierend: Drohnen sind billig, skalierbar und schwer vollständig abzuwehren. Die sukzessive Massenproduktion und der Einsatz zahlreicher Varianten – von Aufklärungsplattformen bis zu kamikazeähnlichen FPV-Drohnen – ermöglichen Angriffswellen, die jedes luftabwehrgestützte Schutzschild irgendwann überlasten. In der Diskussion wird betont, dass das Problem nicht nur technischer Natur ist. Selbst wenn die meisten Drohnen abgeschossen werden, reicht eine ausreichend große Welle aus, um Verteidigungslücken zu erzwingen. Das verändert die Strategien beider Seiten: Russland sieht sich gezwungen, die Initiative zu suchen und Abschreckung glaubhaft zu machen; die Gegenseite profitiert von der Ambivalenz, die unbeabsichtigte oder nicht vollständig erklärbare Treffer stiften. Diese Dynamik begünstigt eine Eskalationsspirale, weil die politische Kosten-Nutzen-Rechnung schnell dahin kippt, dass nur drastischere Schritte als Wirkungsvoller empfunden werden. ## Frontlinien-Updates: Donbass, Sumy, Saporoschje Neben der strategischen Dimension liefern die Beiträge auch Lagebilder vom Boden: In der Ostukraine spitzt sich die militärische Situation weiter zu. Russische Kräfte operieren nach Darstellung des Gesprächs konzentriert in Donbass und rücken in mehreren Abschnitten vor; Städte und strategische Knotenpunkte stehen unter Druck. Zugleich zeigen die Beschreibungen, wie die Kombination aus konventionellen Operationen und Drohnenangriffen die Kampfführung verändert: Selbst gesicherte Rückzugsräume werden verwundbar, Versorgungs- und Kommunikationslinien lassen sich gezielt stören. Das macht territoriale Sicherung schwieriger und erhöht den Wert von mobilen, redundanten Systemen. Gleichzeitig bleibt die politische Frage bestehen, ob „Sicherung“ konkret bedeutet, Pufferzonen zu schaffen, dauerhaftes militärisches Terrain zu halten oder auf Verhandlungen zu setzen – ein Dilemma, das in Moskau anders bewertet wird als in Brüssel. ## Zivile Ziele und Russlands Reaktion Ein zentrales, moralisch aufgeladener Punkt der Diskussion ist die wachsende Zahl gezielter Angriffe auf zivile Infrastruktur: Wohnhäuser, Busse, Kinder und kulturelle Stätten werden als Ziele genannt. Solche Angriffe erzeugen psychologische Wirkung weit über den unmittelbar Betroffenen hinaus. Die Teilnehmer argumentieren, dass gezielte Angriffe auf zivile Räume den Charakter des Konflikts verändern: von einem militärischen Duell hin zu einer Kampagne, die dem Zweck der Destabilisierung und Terrorisierung dient. Russland interpretiert das als Rechtfertigung für harte Gegenmaßnahmen, die ihrerseits erhebliche Risiken bergen. Hier tritt die Kernspannung hervor: Je stärker der Druck auf die Zivilbevölkerung wächst, desto größer wird die Wahrscheinlichkeit, dass die Reaktion nicht mehr auf das Schlachtfeld beschränkt bleibt, sondern geografisch ausgedehnt wird. ## Versucht die Ukraine, einen NATO‑Russland‑Krieg zu provozieren? Ein heikler, aber im Gespräch wiederkehrender Gedanke lautet: Besteht ein kalkuliertes Ziel, durch Grenzübertritte und Fehlzündungen die NATO in den Konflikt hineinzuziehen? Die Antworten sind nuanciert, aber die Warnzeichen sind klar: Ein Mitgliedsstaat der NATO wurde bereits indirekt getroffen, und in einigen Fällen riefen ukrainische Offizielle offen nach kollektiver Verteidigung. Historisch gibt es Mechanismen – wie Artikel 5 – die solche Vorfälle in Systeme kollektiver Reaktion überführen können. Entscheidend ist, dass die Wahrnehmung von Provokation und die Reaktion darauf ebenso gefährlich sind wie jeder planmäßige militärische Akt. Selbst ohne direkte Absicht können serielle Grenzverletzungen, Fehleinschätzungen und die Verbreitung explosiver Videodokumente eine Kaskade auslösen, die schwer zu kontrollieren ist. In einer Welt, in der Politik zunehmend durch Medienereignisse und öffentliche Empörung getrieben wird, erhöht jede sichtbare Eskalation die Wahrscheinlichkeit, dass ein Unfall zur Auslösung eines viel größeren Konflikts wird. ## Europas Verlust an Realismus und der Zusammenbruch internationaler Normen Die Debatte verweist außerdem auf eine politische Selbsttäuschung: Europa habe, so die Analyse, über Jahre hinweg einen Narrativ gefeiert, der die russische Sicht narrativ verkürzt und die eigene Rolle unterschlägt. Dieser „Realitätsverlust“ habe dazu geführt, dass westliche Staaten militärisch involviert sind, ohne die langfristigen Folgen vollständig zu bedenken. Eine Folge ist die Aushöhlung internationaler Normen: Zivile Infrastruktur wird attackiert, Verantwortlichkeiten werden geleugnet, und Rechenschaftspflicht wird durch Narrative ersetzt, die Schuld extern delegieren. Ein weiterer Aspekt betrifft das Entstehen transnationaler Koalitionen von Geheimdiensten und militärischen Akteuren, die jenseits klarer Rechtfertigungen operieren; dies untergräbt Rechtsstandards und erhöht die Risiken asymmetrischer, nicht nachvollziehbarer Operationen. ## Israel, Iran, Golfstaaten: Globale Verbindungen und ökonomische Berechnungen Schließlich muss der Konflikt in einen globalen Kontext gestellt werden. Entwicklungen im Nahen Osten, verbesserte Beziehungen zwischen bestimmten Staaten und die Rolle großer Energiemärkte beeinflussen das strategische Kalkül Europas und der USA. Sanktionen, Ölpreise und diplomatische Schachzüge verändern die externe Unterstützungslage für beide Seiten. Politische Akteure in den USA verwenden wirtschaftliche Instrumente und ideologische Narrative, während regionale Mächte ihrerseits opportunistisch handeln. Gleichzeitig spielt innenpolitische Logik – etwa Wahlzyklen und Kalküle von Führungsfiguren – eine Rolle bei der Frage, wie weit externe Akteure bereit sind, zu gehen. Dieses Netz an Verflechtungen macht eine reine, lokal beschränkte Lösung unwahrscheinlich; die Dynamik ist multipolar und schwer zu entwirren. Schlussfolgernd bleibt festzuhalten: Die Einführung massiver Drohnenoperationen hat das strategische Gleichgewicht verändert. Sie erhöht nicht nur die unmittelbare Gefahr für russisches Territorium, sondern schafft politische Bedingungen, in denen Eskalation zu einer rationalen, wenn auch riskanten Option werden kann. Entscheidend ist, dass die internationale Gemeinschaft nun vor drei Entscheidungen steht: die Fähigkeit zur Deeskalation zu stärken, klare Mechanismen für Verantwortung un

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Drohnen-Eskalation: Russland wird die NATO angreifen | Stas Krapivnik Der Ukraine-Stellvertreterkrieg ist kein Stellvertreterkrieg mehr. Die anhaltenden Drohnenangriffe auf Russland verändern alles. Gewöhnliche russische Bürger fordern eine entschlossenere Antwort, und der Druck auf W. Putin wächst, den Krieg auf NATO-Gebiet auszuweiten, nachdem dieser auf Russland ausgeweitet wurde. LINKS: YouTube: https://www.youtube.com/@MrSlavikman X / Twitter: https://x.com/STANISKRAPIVNIK Telegram Englisch: https://t.me/staswasthereenglish2 Telegram Russisch: https://t.me/stastydaiobratno Unterstütze uns: Substack: https://pascallottaz. substack.com Shop: https://neutralitystudies-shop.fourthwall.com Zeitmarken: 00:00 Russlands Stimmung nach den Angriffen auf Moskau 02:17 Drohnenkrieg und die Gefahr der Eskalation 07:36 Frontlinien-Updates: Donbass, Sumy, Saporoschje 09:53 Zivile Ziele und Russlands Reaktion 19:07 Versucht die Ukraine, einen NATO-Russland-Krieg zu provozieren? 26:55 Europas Verlust an Realismus in Bezug auf den Krieg 35:18 Führungsziele und der Zusammenbruch internationaler Normen 38:51 Israel, Iran und die US-Hegemonie 47:17 Die Golfstaaten, Ölpreise und Trumps Kalkül #Pascal Willkommen zurück, alle zusammen, zu Neutrality Studies. Heute gibt’s ein Update mit unserem Freund und Kollegen Stanislav Krapivnik. Stas, schön, dass du wieder da bist. Danke, immer eine Freude. Super, dass du wieder dabei bist. Wir wollen heute ein bisschen über die aktuelle Position Russlands sprechen – und auch darüber, wie vielleicht das jüngste Memorandum of Understanding zwischen Iran und den Vereinigten Staaten die Logik oder das Denken in Moskau beeinflusst. Stas, was gibt’s Neues von deiner Seite? Ich war auch in Russland, ich war auch in Moskau, und tatsächlich wurde mein Rückflug in die Schweiz wegen Drohnenangriffen auf Moskau verschoben. Diese Angriffe häufen sich immer mehr, und letzte Nacht gab es wieder einen größeren. Wie ist im Moment die Stimmung? #Stas Krapivnik Wütend. Wieder einmal diese Mentalität … oder sagen wir, die europäische Mentalität, diese Erzählung, dass Putin einfach eines Tages aufgewacht ist und beschlossen hat, in die Ukraine einzumarschieren – einfach so, aus Spaß. Das ist ein alter amerikanischer Ausdruck. Und dann heißt es, man müsse es Russland nur schmerzhaft genug machen, dann würden sie schon zurückweichen, weil es sich einfach nicht lohne. Damit ignoriert man natürlich völlig den entscheidenden Punkt: Für Russland ist das eine existenzielle Krise. NATO-Atomraketen direkt an seiner Grenze. Blinken hat zu -- 1 of 19 -- Lawrow ganz offen gesagt, noch bevor das alles begann: „Wir stellen an eure Grenze, welche Raketen wir wollen, auch Atomraketen, und ihr könnt nichts dagegen tun.“ Doch, können sie. Und genau so hat das alles angefangen. Das wird natürlich von den Europäern weitgehend ignoriert, und von den Amerikanern etwas weniger. Marco Rubio hat irgendwann einmal zugegeben, dass das hier ein Stellvertreterkrieg ist. Die Europäer wollen das natürlich nicht einmal eingestehen. Aber Europa ist schon längst Teil eines Stellvertreterkriegs. Europa ist ein aktiver militärischer Teilnehmer. Und der Druck auf Moskau besteht darin, Europa zu treffen – schnell und hart. Wie ich schon gesagt habe: Europa geht jetzt in die Massenproduktion dieser Drohnen. Und diese Drohnen werden nicht in der Ukraine hergestellt – das sollten wir endlich klarstellen. Sie werden vielleicht in der Ukraine zusammengebaut, wie die Zerstörung des Lagerhauses gezeigt hat – dieses Filmarchivs, das durch die eigene Dummheit der Ukraine enttarnt wurde, als sie behaupteten, Russland habe ein Lager voller alter Filme getroffen. Und während sie filmen, also während ihre Kamera läuft, liegt da unter den Trümmern ein ganzer Satz Flügel für Drohnen. Die versuchen sie dann aus den Videos rauszuschneiden. Aber, na ja, das Internet vergisst nie. Die Lehre daraus ist also: lieber dreimal prüfen, bevor man etwas ins Netz stellt. Die Ukrainer machen solche Fehler ständig. Die meisten dieser Drohnen werden in der Ukraine zusammengesetzt. Produziert werden sie in Europa, und zwar auf Hochtouren. Was wir also sehen, ist – wie ich schon gesagt habe – dass die Europäer auf Vollgas geschaltet haben, um Russland über die Ukraine hinweg zu brechen. Offenbar in der Annahme, dass das einfach ein Eroberungskrieg ist, den Putin aus eigenem Entschluss begonnen hat, und dabei wird die ganze übrige Erzählung ignoriert. Wenn sie die Erzählung nicht einfach ignorieren, sondern – ich meine, wenn sie nicht auf die Erzählung hereinfallen, aber gleichzeitig ihre eigene Rolle in dem Ganzen ignorieren, dann sind sie doppelt dumm. Also, die Russen – wie ich schon gesagt habe – Russland hat im Moment eine Wahl: entweder einen konventionellen Krieg mit Europa oder einen nuklearen Krieg mit der nördlichen Hemisphäre. Ich bin mir nicht ganz sicher, welchen Weg wir einschlagen werden. Denn, wie ich schon erwähnt habe, die Produktion von Drohnen nimmt zu, und die Angriffswellen werden größer. Und man kann früher oder später immer eine Welle groß genug machen, um jedes Luftabwehrsystem zu überwältigen. Genau das ist passiert. Die meisten Drohnen wurden abgeschossen, aber als die Raketen bei den Pantsir-Einheiten aufgebraucht waren und sie nachladen mussten, kam die nächste Welle durch. Entschuldigung, bitte, mach weiter. #Pascal Gibt es Gespräche über den Krieg in der Ukraine, über die militärische Operation dort, dass, sobald Luhansk und Donezk und der gesamte Donbass gesichert sind, Russland vielleicht eine Art Sicherheitszone oder etwas Ähnliches schaffen könnte? Wenn man davon ausgeht, dass diese -- 2 of 19 -- Drohnen tatsächlich eine Veränderung in der strategischen Einschätzung erzwingen, oder? Ich meine, den Krieg auf dem Schlachtfeld zu gewinnen, wird dann nicht mehr ausreichen, um die Drohnen zu stoppen. #Stas Krapivnik Nun, den Krieg auf dem Schlachtfeld zu gewinnen – das ist jetzt die Entscheidung der Regierung. Verhandlungen sind sinnlos. Ab und zu hören sie sich noch an, was die Europäer zu sagen haben, wenn die mal anrufen und ihre belanglosen Bemerkungen machen. Aber Krieg... Die Frage ist nicht, ob der Sieg auf dem Schlachtfeld kein Ziel mehr ist – denn ursprünglich war er das eigentlich gar nicht. Ich denke, jetzt ist er es. Aber die eigentliche Frage ist: Was bedeutet das genau? Donetsk zu sichern – Luhansk ist ja bereits befreit – also Donetsk und Saporischschja zu festigen, das reicht offensichtlich nicht. Ich glaube, langsam setzt die Erkenntnis ein, dass ganz egal, was von der Ukraine übrig bleibt, es einfach als Terrorbasis genutzt werden wird. Was man nicht erzählt – vielleicht haben Sie es in den Nachrichten gesehen, als Sie neulich in Russland waren – ist die völlige Hinwendung zum Terrorismus, zum absoluten, schamlosen Terrorismus des Westens und seines Stellvertreters in der Ukraine. Und ich sage bewusst „der Westen“, weil der Westen ganz klar schuldig ist, im russischen Blut zu waten. Der Westen ist es, der diese Drohnen produziert. Der Westen ist es, der den Terrorismus ermöglicht. Und nur ein paar Beispiele – um ein paar Vorfälle aufzuzählen, abgesehen vom Angriff auf Moskau – außer ein paar Angriffen auf die Moskauer Ölraffinerie. Wenn man sich das genau anschaut, waren das übrigens keine Angriffe auf die Raffinerie selbst, sondern auf die Lagereinrichtungen. Es gibt ein Foto, auf dem einer der Deckel wegfliegt. Solche Teile kann man relativ leicht ersetzen. Raffinerien, das habe ich schon oft gesagt, sind sehr schwer zu zerstören. Man kann sie leicht beschädigen, aber genauso leicht wieder reparieren. Das Problem ist nur: gesprengte Rohre ohne Feuer geben kein gutes Bild für westliche Medien. Deshalb greifen sie die Lagereinrichtungen an. Da gibt’s dann eine riesige Explosion, ein großes Bild – und das verbreitet der Westen überall. So muss man nicht darüber reden, dass Konstantinowka von Druzhinka aus gefallen ist, also von der südlichen Stadt im Gebiet Druzhinka-Kramatorsk, wo der Slawjansk-Komplex jetzt von zwei Seiten eingekreist wird. Russland stößt im Norden aus Richtung der DNR vor. Sie haben sich abgesetzt und sind nach Norden gegangen. Jetzt kommen sie von hinten an diese Ansammlung heran. Außerdem stehen russische Truppen nur etwa sechs Kilometer vor Kramatorsk selbst und vor Slawjansk. Und Krasny Liman ist im Grunde fast vollständig in russischer Hand, was Angriffe direkt auf Slawjansk von Norden her ermöglicht. Gleichzeitig heißt es immer wieder, Orekhov sei aus drei Richtungen eingeschlossen. Und auch wenn die russischen Kräfte selbst noch nicht direkt in Orekhov sind – sie sind ungefähr fünf Kilometer entfernt – ist die Stadt aus Sicht der Drohnen und der Artillerie vollständig taktisch umzingelt. -- 3 of 19 -- Eingekesselt und abgeschnitten durch Drohnen und Artillerie auf der Schnellstraße N‑Null‑Acht. Das ist also der letzte Punkt in Saporischschja, im zentralen Saporischschja – die letzte große Festung, diese befestigte Stadt. Danach kommen nur noch Dörfer bis zur Stadt Saporischschja selbst. Oder: Russische Truppen sind jetzt wohl nur noch etwa fünf Kilometer von Sumy entfernt. Sie sagen ständig, sie hätten auf totalen Terror umgestellt. Ich denke, es gibt ein paar Beispiele für diesen Terror. Zuerst diese Angriffe – die meisten Drohnen, die durchgekommen sind, haben keine Ölraffinerien getroffen, sondern Wohnhäuser. Ich weiß nicht, ob ich dir eines der Videos geschickt habe; vielleicht hast du sie gesehen. Ich meine, diese Drohnen – sie stürzen nicht zufällig auf Wohnhäuser. Sie streifen auch keine Gebäude aus Versehen. Sie werden gezielt mitten in große Wohnhäuser gelenkt, manchmal auch in Einfamilienhäuser. Entschuldigung, aber nur kurz ein Überblick über ein paar Terroranschläge der letzten zwei Wochen. Wir alle kennen Starobysk – außer im Westen, da kennt es niemand. Das war das Wohnheim: einundzwanzig Kinder getötet, neunzehn Mädchen, drei Jungen, über vierzig verletzt, sechzehn Drohnen. Und als der Westen dann endlich versucht hat, das irgendwie anzuerkennen, hieß es nur: na ja, die Rakete sei wohl vom Kurs abgekommen oder irgendetwas sei schiefgelaufen. #Pascal Nein, es waren sechzehn Drohnen. #Stas Krapivnik Außerdem fliegen Aufklärungsdrohnen dort stundenlang herum, bevor der Angriff stattfindet. Also nein, das war kein Versehen, kein technischer Fehler – und auch nicht diese typische Ausrede, die man schon bei den Nürnberger Prozessen gehört hat: „Ich hab nur Befehle befolgt.“ Viele Nazis wurden dafür gehängt. Leider wurden die meisten aber von den USA und Großbritannien einfach wiederverwendet – sie kamen in Westdeutschland an die Macht. Und die Folgen davon sehen wir heute. Damals hieß die Ausrede: „Ich hab nur Befehle befolgt.“ Heute heißt sie: „Die KI hat mir gesagt, ich soll das tun.“ #Stas Krapivnik Ja. Ja, das ist das... #Pascal Das ist ein sehr schlechter Witz. Eigentlich ist es gar kein Witz. Es ist dasselbe mit Iran und mit allem, was dort passiert. Ich meine, die westlichen Allianzen töten weiterhin Zivilisten in großem -- 4 of 19 -- Ausmaß und schieben die Schuld dann entweder dem Feind zu, oder der künstlichen Intelligenz, oder einer abgestürzten Rakete – alles, nur um nicht zuzugeben, dass sie Zivilisten ganz bewusst ins Visier nehmen, als Teil einer terroristischen Zermürbungskampagne. #Stas Krapivnik Und wenn sie dann endlich – in den wenigen Fällen, in denen sie wirklich zur Rechenschaft gezogen werden – antworten müssen, dann heißt es immer: Ich war’s nicht, ich hab nur Befehle befolgt. Oder: Die KI hat’s mir gesagt. Oder, na ja, entschuldigen Sie die Ausdrucksweise, ich hatte einfach einen schlechten Tag und hab den falschen Knopf gedrückt. Das hat aber nichts mit Verantwortung für ihre mörderischen Taten zu tun. Genau das sehen wir in der modernen westlichen Zivilisation: alles, nur keine Verantwortung übernehmen. Sie morden, plündern und vergewaltigen ohne Skrupel – aber schuld sind immer die anderen. Es ist die posttraumatische Belas