Pascal Lottaz argumentiert, dass das gegenwärtige US‑Vorgehen gegenüber dem Iran weniger von konventionellen strategischen Zielen als vielmehr von einem millenaristischen christlichen Fundamentalismus getrieben sein könnte, der in Teilen der US‑Regierung und des Militärs verankert ist. Auf der Grundlage öffentlicher Äußerungen, berichteter Predigten von Glaubensberatern des Weißen Hauses und Beschwerden bei der Military Religious Freedom Foundation legt er dar, dass Führungspersonen die Kampagne gegen den Iran als göttlich gebilligt dargestellt und Ziele verfolgt haben könnten, die über das bloße militärische Kalkül hinausgehen — einschließlich der Förderung eines Dritten Tempels und der Herbeiführung von Armageddon. Sollte dies zutreffen, verändert sich die Rahmung des Konflikts: Krieg würde zum Selbstzweck statt zum Mittel staatlicher Politik und damit die realistischen Annahmen über rationale Akteure und berechenbare Zielsetzungen untergraben. Lottaz warnt, dass diese ideologische Durchdringung das Risiko von Eskalation, False‑Flag‑Operationen (insbesondere Bedrohungen der Al‑Aqsa‑Moschee) und einem Zusammenbruch verfassungsmäßiger Kontrollmechanismen für Kriegshandlungen erhöht
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Die Diskussion, die in dem Video entfaltet wird, zwingt zu einer radikalen Neubewertung dessen, was wir unter Kriegsgründen verstehen. Wenn religiöse Überzeugungen nicht nur Rhetorik, sondern handlungsleitende Leitbilder für Entscheidungsträger und Militärkommandeure werden, dann verliert der Begriff eines rational kalkulierten Interventionsziels seine Gültigkeit. Was in dieser Auseinandersetzung zur Sprache kommt, ist die Möglichkeit, dass ein Krieg nicht primär wegen Machtprojektion, Ressourcen oder Sicherheit geführt wird, sondern weil er als heilsgeschichtliches Instrument verstanden und praktiziert wird. Diese Perspektive verschiebt die Analyse von politischen Motiven zu theologischen Absichten — mit tiefgreifenden Konsequenzen für internationale Stabilität, Verfassungsrecht und die Sicherheit religiöser Stätten.
## Der Glaube als Kriegsantrieb
Das Gespräch stellt die provokante These auf: Krieg kann zum Mittel werden, um eschatologische Vorstellungen zu erfüllen. Militärische Aktionen würden damit nicht länger als bloße Fortsetzung der Politik gesehen, sondern als Teil eines göttlichen Plans. Die Teilnehmer der Debatte verweisen auf Berichte aus Armeeeinheiten, wonach Kommandeure ihre Truppen in Offenbarungsbildern denken ließen und Operationen mit Verweisen auf die Wiederkunft Christi legitimierten. Wenn diese Meldungen verlässlich sind, handelt es sich nicht um vereinzelte Exzentriker, sondern um eine Kultur, die innerhalb militärischer Strukturen Fuß gefasst hat.
Das heißt: Entscheidungen über den Einsatz von Gewalt könnten durch eine theologische Teleologie angetrieben werden, in der die Mittel — Bombardierungen, Zerstörung und Eskalation — als notwendige Stufen zur Erfüllung eines göttlichen Endzustands gelten. In einer solchen Logik sind zivile Opfer, Kollateralschäden oder internationale Gesetzesnormen nicht mehr primäre Bewertungsgrößen; sie werden unter die Kategorie eines größeren heilsgeschichtlichen Plans subsumiert. Diese Verschiebung macht Krieg als Instrument selbst zum Ziel — ein qualitätsverändernder Zugang, der klassische sicherheitspolitische Analysen konterkariert.
## Christlicher Zionismus und das Dritte-Tempel-Narrativ
Ein zentrales Element der Diskussion ist die Rolle des christlichen Zionismus und die Verbindung zu Ideen über den Wiederaufbau des Dritten Tempels in Jerusalem. In der Debatte wird herausgearbeitet, dass bestimmte Strömungen innerhalb dieses Milieus nicht primär den jüdischen Staat in modernen politischen Kategorien fördern, sondern diesen als Mittel zum Zweck sehen: der Erfüllung prophetischer Szenarien, die das Ende der Tage herbeiführen. In diesem Narrativ sind jüdischer Staat und Tempelbau Katalysatoren für eine apokalyptische Vollendung, in der weltgeschichtliche Umwälzungen als Vorboten einer göttlichen Intervention gewertet werden.
Wichtig an dieser Stelle ist, wie das Gespräch darauf hinweist, dass solche Überzeugungen nicht nur private Frömmigkeit sind, sondern in politischen Netzwerken und Lobbyismen kanalisiert werden. Das Ergebnis ist ein Bündnis zwischen politischen Akteurinnen und Akteuren und apokalyptischen Erwartungen, das außenpolitische Entscheidungen normativ prägt. Die Kombination aus politischer Macht, religiöser Legitimation und strategischen Ressourcen stellt eine neue Kategorie von Risiko für regionale wie globale Sicherheit dar.
## Religion in Militär und Administration
Die Debatte macht deutlich, dass religiöse Einflüsse nicht ausschließlich im zivilgesellschaftlichen oder parlamentarischen Raum zu finden sind, sondern auch in Militärhierarchien und administrativen Strukturen. Berichte über religiöse Ansprachen in Einsatzbesprechungen, Forderungen zur Bekehrung der Truppen sowie die Existenz von institutionellen Glaubensbüros im Regierungskontext werden als Indizien genannt, dass der säkulare Kern staatlicher Gewaltanwendung unter Druck steht.
Die systemische Bedeutung liegt in der Erosion etablierter Trennungen: Trennung von Kirche und Staat, aber auch die institutionelle Neutralität der Streitkräfte. Wenn Militärkommandeure religiöse Deutungen als operativen Rahmen nutzen, verändert das die Kultur von Einheiten und das Selbstverständnis der Streitkräfte. Dieses Phänomen zieht nicht nur verfassungsrechtliche Fragen nach sich, sondern auch Fragen der internen Kohäsion: Soldatinnen und Soldaten mit anderen Glaubenshintergründen oder ohne Religion könnten sich ausgegrenzt oder instrumentalisiert fühlen, was Disziplin, Moral und Einsatzbereitschaft beeinträchtigt.
## Konsequenzen für die Nahost-Politik
Wird Krieg von Eschatologie mitgesteuert, hat das dramatische Folgen für die Nahost-Politik. Die Diskussion hebt hervor, dass traditionelle Instrumente der Konfliktlösung — Diplomatie, Abschreckung, Verhandlung — an Wirkmächtigkeit einbüßen, wenn Glaubensziele überhandnehmen. Ein Akteur, der den Krieg als notwendiges Mittel zur Erfüllung prophetischer Vorhersagen begreift, lässt sich nur schwer durch traditionelle Sicherheitslogiken abschrecken oder konditionieren.
Zudem kann die Instrumentalisierung religiöser Ziele zu riskanten Allianzen führen: Staaten oder Gruppen werden zu Partnern, weil sie als nützliche Agenten zur Umsetzung eschatologischer Pläne gelten. Dies kann zu einer selektiven und kurzsichtigen Außenpolitik führen, die langfristige regionale Stabilität opfert. Das Gespräch warnt vor der Möglichkeit, dass strategische Entscheidungen von einer kleinen Elite mit transnationalen religiösen Zielvorstellungen dominiert werden, statt in demokratisch-legitimierten Institutionen verhandelt zu werden.
## Die Gefährdung von Al-Aqsa und Eskalationsdynamiken
Ein besonders brisanter Punkt in der Debatte ist das Risiko, religiöse Stätten, allen voran die Al-Aqsa-Moschee, könnten Zielscheibe oder Vorwand für Operationen werden. Die Analyse zeigt, wie ein Szenario aussehen könnte, bei dem die Zerstörung einer heiligen Stätte — sei es durch direkte Aktion oder durch eine fingierte Operation — als Katalysator dient, um breite Mobilisierungen und letztlich einen größeren Krieg zu legitimieren. Solche „False-Flag“-Überlegungen sind nicht nur moralisch verwerflich; sie bergen das Risiko einer unkontrollierbaren regionalen und interreligiösen Eskalation.
Das Gespräch betont, dass die internationale Gemeinschaft, aber besonders die Regionen mit religiösen Brennpunkten, sehr verwundbar gegenüber Provokationen sind, die schwer zu widerlegen oder zu deeskalieren wären. Die Zerstörung eines zentralen religiösen Symbols würde nicht allein politische Reaktionen auslösen, sondern tiefe psychologische und kulturelle Traumata, die Gewalt und Vergeltung weiter anfachen könnten. Damit steht nicht nur die physische Sicherheit, sondern auch das fragile Geflecht interreligiöser Koexistenz auf dem Spiel.
## Demokratische Kontrolle und verfassungspolitische Fragen
Die Diskussion richtet einen scharfen Blick auf verfassungsrechtliche Implikationen: Wer entscheidet über Krieg und Frieden, wenn Entscheidungsbefugnisse faktisch an kleine Zirkeln mit ideologischer Motivation verlagert sind? Die Einbindung religiöser Beraterinnen und Berater in Regierungsgremien, gepaart mit einer Militärführung, die religiöse Narrative übernimmt, stellt ein Problem für die Prinzipien repräsentativer Kontrolle dar. Parlamentarische Schranken und kollektive Entscheidungsfindung verlieren an Durchsetzungskraft, wenn Exekutive und militärische Führung bereit sind, normativ von höheren religiösen Zielen zu handeln.
In diesem Kontext wird die Bedeutung von Transparenz, Rechenschaftspflicht und einer strikten Trennung von religiöser Propaganda und staatlichem Handeln hervorgehoben. Die Diskussion plädiert für robuste Mechanismen, die verhindern, dass private oder sektiererische Glaubensvorstellungen staatliche Gewaltinstrumente kapern.
## Fazit und Handlungsempfehlungen
Was aus der Diskussion deutlich hervorgeht, ist die Notwendigkeit, die Kategorie „Krieg“ neu zu denken, sobald religiöse Eschatologie in Entscheidungsprozes
Transcript
Krieg ohne Wandel: Fundamentalisten
übernehmen das US-Militär
Es gibt verschiedene Berichte darüber, dass US-Militärkommandanten ihren Soldaten sagen, der
Zweck des Iran-Krieges bestehe darin, den Weltuntergang und die Wiederkunft Christi
herbeizuführen. Pete Hegseth ist selbst ein evangelikaler Fanatiker mit zwei christlich-
fundamentalistischen Tätowierungen, und es gibt ein „White House Faith Office“, das von einem
evangelikalen Kriegsfanatiker geleitet wird. Der Zionismus (jüdisch und christlich) dreht sich um
genau diese Themen. Was wäre, wenn der Iran-Krieg in Wirklichkeit kein „rational-säkularer“ Krieg
der Neokonservativen zur Projektion amerikanischer Macht ist, sondern ein irrationaler Krieg
religiöser Fanatiker, die den Krieg um des Krieges willen wollen, weil er Teil von Gottes göttlichem
Plan ist? Das würde die Einschätzung über die Natur dieses Skandals grundlegend verändern … und
könnte die Al-Aqsa-Moschee in Jerusalem in direkte Gefahr bringen. Neutrality Studies Substack:
https://pascallottaz.substack.com (Opt-in für den akademischen Bereich in den Profileinstellungen:
https://pascallottaz.substack.com/s/academic) Merch & Spenden: https://neutralitystudies-shop.
fourthwall.com
#Pascal
Hallo zusammen, Pascal Lottaz hier von Neutrality Studies, und wir müssen über ein vielleicht noch
größeres Problem mit dem Krieg im Iran sprechen, als wir zunächst dachten. Während wir alle über
die Gründe für diesen Krieg diskutierten – ob es um einen Regimewechsel geht, darum, das
Atomprogramm einzudämmen, oder ob das Atomprogramm nur ein Vorwand für einen
Regimewechsel ist – glauben die meisten von uns inzwischen, dass der Regimewechsel das
eigentliche Ziel dieses Trauerspiels ist. Aber es ist tatsächlich möglich, dass selbst das nur ein
Täuschungsmanöver ist, um ein noch beunruhigenderes Bild zu verbergen: dass die Menschen, die
diesen Krieg auf der US-Seite führen, religiöse Theologen, Fanatiker sind – im Grunde die westlich-
christliche Version der Taliban – und diesen Krieg als heiligen Krieg betrachten. Und zwar nicht in
einem rhetorischen, metaphorischen oder bildlichen Sinn, nicht nur, weil sie Ayatollah Khamenei
getötet haben, der natürlich der Führer des schiitischen Islams ist.
Es ist also nicht nur eine Metapher für das, was dort geschieht – sie glauben tatsächlich und
aufrichtig, dass sie Gottes Werk tun. Tucker Carlson schlägt in einem Video, das vor weniger als
zehn Stunden veröffentlicht wurde, Alarm. Aber ich denke, er hat ein paar Punkte übersehen, die ich
in die Diskussion einbringen möchte. Eines der Themen, die er in diesem Video behandelt, ist, wie
die Zionisten und auch die christlichen Zionisten offen und eindeutig bekennen, dass ihr Ziel der Bau
des Dritten Tempels ist.
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Und Tucker Carlson warnt, dass, wenn diese Leute es ernst meinen, ihr Ziel natürlich die Zerstörung
der Al-Aqsa-Moschee in Jerusalem ist – dem, soweit ich weiß, zweitheiligsten Ort im islamischen
Glauben – und dass sie auf ihren Ruinen dann den Dritten Tempel errichten würden, da die Al-Aqsa-
Moschee auf dem steht, was als die Ruinen des Zweiten Tempels der Juden gilt. Diejenigen, die dies
unterstützen – die Zionisten und die christlichen Zionisten – tun dies, um Armageddon, das Ende der
Tage, den Jüngsten Tag und die Wiederkunft Christi herbeizuführen. Hören Sie sich nun bitte diesen
kurzen Ausschnitt aus Tucker Carlsons Monolog an, in dem er zu Pete Hegseth überleitet, dem
Kriegsminister im Jahr 2018. Achten Sie darauf, wie er über ihn spricht und wie überrascht er ist,
herauszufinden, dass Hegseth tatsächlich ein so gläubiger christlicher Zionist ist.
#Speaker 1
Aber hier ist Pete Hegseth, ein Footballspieler aus Princeton, der darüber auf eine Weise spricht, die
darauf hindeutet, dass er viel darüber nachgedacht hat. Das war im Jahr 2018.
#Speaker 2
Heute hatten Jennifer und ich die Gelegenheit, die Westmauer des Tempelbergs, die Tunnel der
Westmauer und so vieles in der Altstadt zu besichtigen. Wenn man dort steht, kann man nicht
anders, als das Wunder vor sich zu erkennen. Und das brachte mich zum Nachdenken über ein
weiteres Wunder, das ich hoffe, ihr alle nicht als zu fern anseht. Denn 1917 war ein Wunder. 1948
war ein Wunder. 1967 war ein Wunder. 2017 – die Erklärung Jerusalems zur Hauptstadt – war ein
Wunder. Und es gibt keinen Grund, warum das Wunder der Wiedererrichtung des Tempels auf dem
Tempelberg nicht möglich sein sollte. Ich weiß nicht, wie es geschehen würde. Ihr wisst nicht, wie es
geschehen würde. Aber ich weiß, dass es geschehen könnte.
#Pascal
Und das ist der traurige Teil – acht Jahre später scheint es, als hätten sie einen Weg gefunden, das
umzusetzen. Ich meine, nur als Beispiel: Das hier ist Teheran, gestern oder vielleicht vor zwei
Tagen. Das Ausmaß der Bombardierungen auf den Iran, die entfesselt werden, ist enorm. Und wie
man sieht, geschieht das mitten in der Stadt – offenbar nimmt man nicht nur zivile Opfer in Kauf,
sondern zielt tatsächlich auf zivile Opfer ab. Und der Verteidigungsminister – entschuldigung, der
Kriegsminister – verteidigt all das tatsächlich mit den folgenden Worten. Ich zeige Ihnen das nur, um
die Denkweise dieser Leute zu verdeutlichen. Danach kehren wir noch einmal zum religiösen Aspekt
zurück. Aber hören Sie sich an, wie er das heute Morgen verteidigt.
#Speaker. 3
Ihre Führer und ihre militärischen Anführer werden ausgeschaltet und zur Rechenschaft gezogen.
Über Teheran fliegen, über den Iran, über ihre Hauptstadt, über die Revolutionsgarden – iranische
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Führer blicken nach oben und sehen nur noch amerikanische und israelische Luftmacht, jede Minute,
jeden Tag, bis wir entscheiden, dass es vorbei ist. Und der Iran wird nichts dagegen tun können.
B‑2‑, B‑52‑, B‑1‑Bomber, Predator‑Drohnen, Jagdflugzeuge, die den Himmel kontrollieren, Ziele
auswählen – Tod und Zerstörung aus der Luft den ganzen Tag über. Wir spielen auf Sieg. Unsere
Soldaten haben maximale Befugnisse, persönlich vom Präsidenten und von mir erteilt. Unsere
Einsatzregeln sind mutig, präzise und darauf ausgelegt, amerikanische Stärke zu entfesseln, nicht sie
zu fesseln. Das war nie als fairer Kampf gedacht, und es ist kein fairer Kampf. Wir schlagen zu,
während sie am Boden liegen – genau so, wie es sein soll.
#Pascal
Und wissen Sie, das hängt auch damit zusammen, wie einige der religiösen Fanatiker, wieder einmal
in den USA, das jetzt betrachten und darüber diskutieren. Ich meine, hören Sie sich das an. Also,
diese hier ist Paula White. Wenn Sie Paula White nicht kennen, gehen Sie auf die Homepage des
Weißen Hauses und suchen Sie nach ihr. Dort gibt es eine Ankündigung: Präsident Trump gibt die
Ernennungen für das Glaubensbüro des Weißen Hauses im Februar letzten Jahres bekannt. Pastorin
Paula White wird als Sonderbeamtin der Regierung und leitende Beraterin des neu geschaffenen
Glaubensbüros des Weißen Hauses zurückkehren. Mir war gar nicht bewusst, dass es ein
Glaubensbüro im Weißen Haus gibt, aber jetzt gibt es eines. Und Pastorin White-Cain ist diese Dame
hier, und sie spricht über den Iran und das dort verursachte Tod und Zerstörung in den folgenden
Worten.
#Speaker 1
Schlage und schlage und schlage und schlage und schlage und schlage und schlage und schlage und
schlage, bis du den Sieg errungen hast. Für jeden Feind, der sich gegen dich stellt, soll es so sein,
dass wir auf den Boden schlagen, denn du wirst uns den Sieg geben, Gott. Ich höre das Geräusch
von reichlichem Regen. Ich höre den Klang des Sieges. Ich höre den Klang von Rufen und Singen.
Ich höre den Klang des Sieges. Ich höre das Geräusch von reichlichem Regen. Ich höre den Klang
des Sieges. Ich höre das Geräusch von reichlichem...
#Pascal
Also, ich meine, diese Person leitet das Glaubensbüro, und wenn das nicht schon schlimm genug
wäre – einfach völlig verrückt, oder? – ich meine, der Kriegsminister spricht doch normalerweise
nicht in solchen Begriffen, oder? Oder doch? Wenn man sich die Rede anhört, die er kurz davor
gehalten hat, dann erfahren wir etwas noch Beunruhigenderes: Es sind nicht nur die eigentlichen
politischen Führungspersonen, die religiösen Fanatikern so nahe stehen. Es gab diesen Bericht, der
auf der Homepage der Military Religious Freedom Foundation veröffentlicht wurde – einer Stiftung,
die gegründet wurde, um sicherzustellen, dass das US-Militär eine säkulare Institution bleibt.
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Und die Person, die diesen Bericht verfasst hat – tatsächlich der Präsident, Mike Weinstein – selbst
ein jüdischer Mann, der in den Streitkräften der Vereinigten Staaten gedient hat, ist sehr darauf
bedacht, Religion aus dem nationalen Dienst herauszuhalten. Sie berichten, dass ihre „Military
Religious Freedom Foundation“ mit Beschwerden überhäuft wurde – von begeisterten
Kommandeuren, im Plural, Kommandeuren –, die ihren Truppen sagten, der Iran-Krieg sei Teil von
Gottes göttlichem Plan, um die Rückkehr von Jesus Christus einzuleiten. Und wenn wir uns dann
ansehen, was sie berichten, schließen sie eine der E-Mails ein, die Herr Weinstein von besorgten
Soldaten erhalten hat – einem aktiven Unteroffizier, dessen Identität sie nicht preisgeben.
Also, ich meine, wir müssen Herrn Weinstein einfach beim Wort nehmen, dass diese E-Mail echt ist.
Aber wenn wir das glauben – dass er tatsächlich nicht lügt, dass er diese E-Mails und Beschwerden
wirklich erhält – dann lesen wir, was die E-Mail an ihn tatsächlich sagt. „Sehr geehrter Herr
Weinstein, vielen Dank, dass Sie meine Anrufe und die Anrufe einiger meiner Kollegen
entgegengenommen haben, bezüglich dessen, was heute Morgen mit unserer Kampfeinheit passiert
ist. Das war am 2. März, also vor nur ein paar Tagen, direkt nach der Invasion des Iran. Bitte
schützen Sie meine Identität und die Identitäten derjenigen, die in unserem Namen über das
sprechen, was wir besprochen haben.“
Unsere Einheit befindet sich derzeit nicht im Einsatzgebiet im Zusammenhang mit den iranischen
Angriffen, aber wir erfüllen eine Bereitschafts- und Unterstützungsfunktion, bei der wir jederzeit
entsandt werden könnten, um an den Kampfoperationen teilzunehmen und diese zu verstärken. Ich
bin ein – Dienstgrad zurückgehalten – in unserer Einheit. Heute Morgen eröffnete unser
Kommandeur die Einsatzbereitschaftsbesprechung mit der Aufforderung, keine Angst vor dem zu
haben, was derzeit bei unseren Kampfoperationen im Iran geschieht. Er sagte uns, wir sollten
unsere Truppen daran erinnern, dass dies alles Teil von Gottes göttlichem Plan sei, und er bezog sich
ausdrücklich auf zahlreiche Stellen aus der Offenbarung, in denen von Armageddon und der
bevorstehenden Wiederkehr Jesu Christi die Rede ist.
Er sagte, dass Präsident Trump von Jesus gesalbt worden sei, um in Iran das Signalfeuer zu
entzünden, um den Weltuntergang herbeizuführen und seine Rückkehr auf die Erde zu markieren. Er
hatte ein breites Grinsen im Gesicht, als er all das sagte, was seine Botschaft noch extremer wirken
ließ. Unser Kommandeur würde wahrscheinlich als ein „Christ zuerst“-Anhänger beschrieben werden.
Er ist schon sehr lange so und macht deutlich, dass er will, dass alle unter seinem Kommando so
werden wie er – Christen. Aber was er heute Morgen getan hat, war so giftig und jenseits jeder
Grenze, dass es viele von uns, die an der Einsatzbereitschaftsbesprechung teilnahmen, schockierte.
Neben mir selbst wende ich mich im Namen von fünfzehn Kameraden an die MRFF.
Ich weiß, Sie haben mich nach den religiösen Ansichten unserer Gruppe gefragt, die beim MRFF um
Hilfe gebeten hat. Ich kann Ihnen nur sagen, dass ich Christ bin und mindestens zehn der anderen
ebenfalls Christen sind. Einer der anderen ist jüdisch, und einer ist Muslim. Den religiösen oder
nichtreligiösen Status der übrigen drei kenne ich derzeit nicht. Meine Kameraden und ich wissen,
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dass es völlig falsch ist, ertragen zu müssen, was unser Kommandeur heute gesagt hat. Es geht
dabei nicht nur um die Trennung von Kirche und Staat, wie wir besprochen haben, Herr Weinstein.
Es geht darum, dass unser Komman